Wieder Ärger mit dem Geld

Es ist nicht verständlich: Pflegeeltern müssen darum kämpfen, dass das ihnen zustehende Geld, das sie vom Jugendamt bekommen, auch wirklich ausgezahlt wird. Sie benötigen es, um die ihnen anvertrauten Kinder auch wirklich ihren Bedürfnissen entsprechend auszustatten. Dass sie es erhalten, sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

Nach dem Wechsel der Zuständigkeit zu unserem Wohnortjugendamt scheint aber einiges ungeklärt zu sein. Ohne dass wir informiert worden wären, erhalten wir nur noch den einfachen Pflegesatz ohne  Berücksichtigung der heilpädagogischen Pflege. Telefonate ergeben keine Klärung. Also verfassen wir ein Schreiben, in dem wir auf die Entscheidung des abgebenden Jugendamtes hinweisen und auf das dazu gehörige Gutachten verweisen.

Wir fragen uns und das Jugendamt, warum die Hilfe zur Erziehung nicht den erhöhten pädagogischen Aufwand einbezieht und man einfach stillschweigend davon ausgeht, dass wir die Leistung einer heilpädagogische Pflegestelle nicht erbringen. Wir wollen auch wissen, welche Entscheidung zu der Zahlung des normalen Pflegegeldes geführt hat. Und wir fordern eine Klärung dieses Sachverhaltes.

Wahrscheinlich gab es eine solche Entscheidung gar nicht oder man hat einfach versucht, auf kaltem Wege etwas Geld einzusparen.

Wieder einmal hat sich heraus gestellt, dass dieses Jugendamt einfach unprofessionell arbeitet und sich darauf verlässt, dass Pflegeeltern schon den Mund halten werden. Wir betrachten dieses Vorgehen einfach als mangelnde Wertschätzung unserer Arbeit, die mit der Zeit immer schwerer wird. Pflegeeltern haben zu funktionieren und keine Fragen oder sogar Forderungen zu stellen. Basta!

 

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Über Sir Ralph

Spezialist für Englisch, Wirtschaftsenglisch, Lernmethoden und Motivation, Pflegekinder und -eltern, internationale Kontakte, passionierter Motorrollerfahrer // Expert in English and Commercial English, interested in foster parenting and international contacts and riding my 125cc scooter
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2 Antworten zu Wieder Ärger mit dem Geld

  1. kappi schreibt:

    kann dem nur beipflichten, habe seit 10 Jahren Pflegekinder und weiß, daß unterm Strich der Pflegesatz nicht ausreicht und man stets sein Privatgeld einfliessen läßt, zur Zeit habe ich seit einigen Monaten trotz regem Schriftverkehr und Versprechungen kein Pflegesatz erhalten, vermute die Jugendämter sind zahlungsunfähig?
    Werde meine Tätigkeit diesbezgl. nun einstellen, schade um die Kinder die Hilfe benötigen.

  2. lehrergehrke schreibt:

    Das wollen wir nicht hoffen! 😮 Aber es sieht nicht so aus. Ich empfehle, sich eine Zahlungsanweisung vom Sachbearbeiter zu holen und diese bei der Kreiskasse direkt einzulösen, wenn´s gar nicht anders geht.

    Viel Kraft und alles Gute!

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