Grundlage für ein gelingendes Zusammenleben in der Familie

Jede Familie kommt irgendwann an den Punkt, wo die Mitglieder nicht mehr mit einander, sondern neben einander her leben oder sogar gegen einander handeln. Das kann schlimmstenfalls zum Zerbrechen der Familie führen.

Als es bei uns so weit war, habe ich eine Art Vertrag erstellt, zu dem ich von jedem die unbedingte Zustimmung verlangt habe. Natürlich klappt die Verwirklichung nicht auf Anhieb, aber jeder hat eine Basis, auf der er die anderen an die Zustimmung erinnern kann und auch sich selbst daran messen und messen lassen kann.

Die Familie ist für jeden, aber insbesondere für Pflegekinder, und besonders für solche die traumatisiert sind, die Menschen, auf die sie zurück fallen können, wenn es mal im Leben hart wird und denen er bedingungslos vertrauen und von denen er parteiliche Unterstützung erwarten kann.

Allgemeine Verpflichtung

Jedes Familienmitglied verpflichtet sich bedingungslos, das Beste zur Familie beizutragen, alles zu unterlassen, was ihr und ihren Mitgliedern schadet und sie in Verruf bringt. Jeder gesteht den anderen zu, dass sie das Beste in jeder Hinsicht geben.

Details

  • Jeder erledigt seine Aufgaben rechtzeitig und so sorgfältig wie möglich.
  • Jeder gesteht dem anderen Fehler zu.
  • Jeder akzeptiert den anderen, wie er ist.
  • An mindestens zwei Tagen der Woche besprechen wir die Situation (z.B. Mittwoch Abend und Sonntag nach dem Frühstück, wenn die Woche geplant wird).
  • Wünsche des anderen werden akzeptiert und möglichst erfüllt.
  • Jeder erfüllt seine Rolle als Mutter, Vater oder Kind.

Rollen in unserer Familie

  • Mutter / Ruth: Emotionen, Arbeit, Aufgaben (Haushalt), Planung des Einkaufs
  • Vater / Nico: Beratung und Problemlösung, Hilfen mit Arbeit und Schule, Arbeit, Einkauf, Aufgaben im Haushalt
  • Kind / Jeannett: Schule, Katzen füttern, Tisch decken
  • Kind / Susann: Schule, mit Wäsche helfen, Tisch abräumen

Gemeinsame Unternehmungen, die allen Spaß machen:

Regelmäßig Schwimmen, Radtouren, Ausflüge am Wochenende, Urlaub, Haus und Garten (Pflanzen, Gießen)

Advertisements

Über Sir Ralph

Spezialist für Englisch, Wirtschaftsenglisch, Lernmethoden und Motivation, Pflegekinder und -eltern, internationale Kontakte, passionierter Motorrollerfahrer // Expert in English and Commercial English, interested in foster parenting and international contacts and riding my 125cc scooter
Dieser Beitrag wurde unter Analysen abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Grundlage für ein gelingendes Zusammenleben in der Familie

  1. Geli schreibt:

    Als Erstes fällt mir auf; wo sind bei dir die Emotionen? Die gehören da dringend mit rein, die kann Ruth nicht alleine schultern.

    Liebe Grüße Geli

  2. yves schreibt:

    Hört sich will ma sagen o.K. an, aber auf Dauer sicher nicht Umsetzbar.
    Warum nun es könnte z.B. wer Krank werden da kommt ein Freund der Kinder ins Spiel oder oder und das ist nun nicht zu Planen.
    Ich halte nicht von so einer Planung wie du das so mit deiner Familie macht’s wer mir wie in einen Betrieb und sowas auf Dauer nee du da bin ich Lieber Mensch ,der auch Leben möchte auch ma sauer sein oder Lachen oder genau das machen möchte was er gerade jetzt haben muß.
    Sicher wenn Kinder im Haus sind die ein Trauma erlebt haben ist es sicher immer etwas anderes aber dennoch muß und darf die gesamte Familie sich nicht hinter das Trauma der Kinder verstecken.
    Ich denke ihr müßt jetzt Leben und Ne Planung nur soweit machen was auch von allen eingehalten werden kann.
    Aber dennoch viel Erfolg
    yves

  3. Ralph schreibt:

    Das stimmt. Würdest Du mir aber zustimmen, dass Männer meist eher analytisch mit Problemen umgehen? Oder ist das zu verallgemeinert?

    Eigentlich gibt es ja keine „Zuständigkeit“ für Emotionen. Deshalb ist der Begriff villeicht etwas schräg. Natürlich haben Männer auch Emotionen, sie gehen aber vielleicht anders damit um?? Es ist eine Frage der Sozialisation, und ich stamme noch aus der Generation, als Jungen gesagt wurde: Ein Junge weint nicht, sei ein Indianer! Ich gestatte es mir dennoch manchmal! 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s