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Über mich

Ralph Gehrke

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Mein Name ist Ralph Gehrke, ich bin von Beruf Lehrer an einer Berufsschule in der Nähe von Berlin. Gemeinsam mit meiner Frau habe ich das erste Pflegekind 1995 bekommen. Wir wohnten damals in Berlin und haben uns von der Sachbearbeiterin unseres Jugendamtes gut beraten und betreut gefühlt. Unsere älteste Pflegetocher ist jetzt 25 Jahre alt und lange verselbständigt. Sie kommt mit dem Leben zurecht.

Vor sieben Jahren bekamen wir nach langem Bemühen ein Geschwisterpaar in Pflege, beide schwerst traumatisiert und sehr pflegeaufwändig. Aus den Erfahrungen aus diesem Pflegeverhältnis, aber auch aus unserer emotionalen Betroffenheit dem gegenüber was Menschen ihren Kindern antun können, aber auch dem Amtshandeln gegenüber ist diese Geschichte entstanden.

Aus den Suchbegriffen, mit denen Betroffene auf meiner Seite landen, sehe ich, dass häufig Situationen höchster Not oder dringender Informationsbedarf hinter der Suche stehen. Auch weiß ich, dass es in solchen Situationen nicht angebracht ist, einen öffentlichen Kommentar zu hinterlassen. Deshalb habe ich mich entschieden, eine e-mail-Adresse einzurichten, unter der ich erreichbar bin: beratung-traumakinder@arcor.de Ich kann meine eigenen Erfahrungen einbringen und ggf. Kontakte zu Fachleuten herstellen. Jeder sollte sich allerdings bewusst sein, dass meine Möglichkeiten begrenzt sind.

Für alle, die meinen, meine e-mail-Adresse dazu verwenden zu können, um mir pausenlos unerlaubt Werbung zuzuschicken oder sie sonst zu missbrauchen: Dies ist eine temporäre Adresse und ich werde sie sofort löschen und ersetzen, wenn ich dergleichen bemerke.

Kommentare»

1. Gabriele Nachtschatt - 1. Dezember 2010

Sehr geehrter Herr Gehrke
Ich betreue seit ca. zwei Jahren eine Pflegefamilie in Berlin, deren Pflegekind vielfältige traumatische Erfahrungen erlitten hat. Er hatte das Glück sehr engagierte herzliche Pfegeeltern zu finden, die trotz Versäumnisse von Seiten des Jugenamtes eine Stabilisierung seines Zustandes erreicht haben. Gründe, die ich hier nicht weiter ausführen kann, haben dazu geführt, dass das Jugendamt droht, den Jungen in eine Psychiatrie zwangseinweisen zu lassen. Die Pflegefamilie benötigt drigend juristischen Beistand. Ich selbst bin zunehmend erschüttert über das was ich hier erlebe. Ich selbst bin Gestalttherapeutin, habe mich Trauma viel beschäftigt und sehe die Hilflosigkeit und Unwissenheit des Jugendamtes in Bezug auf Trauma Traumafolgen und ganz zu Schweigen von Umgang mit Traumatisierten Kindern.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir einen Rechtsanwalt, Rechtsberatungsstelle, die sich mit der Problematik von Pflegekindern / Pflegeeltern gut auskennen, nennen könnten.

Mit herzlichen Grüßen
Gabriele Nachtschatt

2. lehrergehrke - 1. Dezember 2010

Hallo, Frau Nachtschatt,
zunächst einmal freue ich mich, dass Sie den Weg zu meinem Weblog gefunden haben.

Die Situation, die Sie beschreiben, ist leider oft die traurige Wirklichkeit, mit der Pflegeeltern konfrontiert sind. Es kommt immer darauf an, wie der Sachbearbeiter entscheidet und welche generelle Linie vom Jugendamt vertreten wird. Als Pflegeeltern braucht man da viel selbst angeeignetes Wissen, viel Kraft und viel Durchsetzungsvermögen, bis hin zur Bereitschaft, auch die juristische Auseinandersetzung nicht zu scheuen. Viel hilft bereits, Gespräche mit dem Jugendamt nur mit einem Beistand als Zeugen und Moderator zu führen. Zwar habe ich in meinem letzten Beitrag vielleicht den Eindruck vermittelt, dass Jugendämter sich gegen die Beteiligung von Beiständen erfolgreich wehren, aber es gibt immer die Möglichkeit, Gespräche, wenn es sein muss, einfach abzubrechen.

In dem von Ihnen erwähnten Fall stellt sich die Frage, wer das Sorgerecht innehat und ob die Zwangseinweisung juristisch überhaupt haltbar ist. Da ich auf ihrer Website gesehen habe, dass Sie in Berlin ansässig sind, verweise ich immer gerne auf den AktivVerbund Berlin, der auch z.T. bundesweit tätig ist und Beratungen in allen Pflegeeltern und Pflegekindern betreffenden Angelegenheiten anbietet. Der AktivVerbund organisiert auch häufig Seminare für Pflegeeltern mit hochkarätigen Referenten zu den Themen traumatisierte Pflegekinder und rechtliche Aspekte von Pflegeverhältnissen. Den Link finden Sie nebenstehend als ersten Link in der Linkliste. Nähere Informationen folgen per e-mail.

Es würde mich sehr freuen, wenn Sie die Geschichte der Traumakinder weiter verfolgen würden.


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